Münchner Schokoladen-Startup Fairafric sammelt Kapital über Seedrs ein

münchener startup sammelt geld mit crowdfunding statt venture capital

Das junge Münchner Unternehmen Fairafric setzt sich für faire Schokoladenproduktion in Afrika ein: statt, wie üblich, einfach die Kakaobohnen zu importieren lässt Fairafric die Schokolade lokal in Ghana produzieren und importiert diese dann nach Deutschland. Somit wird ein deutlich größerer Teil der Wertschöpfung im Ursprungsland des Rohkakaos erbracht. Mit einem beachtlichen Effekt, denn dadurch verfünffacht sich das lokale Einkommen in Ghana. Zum Vergleich: übliche Fairtrade Produkte steigern das lokale Einkommen nur zwischen 3-10%. Für die weitere Expansion sammelt Fairafric nun Geld über das Equity-Crowdfunding Portal Seedrs von Privatanlegern ein.

Kickstarter und Crowdfunding statt Venture Capital Finanzierung

Die Idee zu Fairafric kam Gründer Hendrik Reimers bei einer Rucksackreise durch Ostafrika. Lokale Kaffeebauern, die ihre Bohnen direkt zu Kaffee weiterverarbeiteten, waren bessergestellt als Bauern aus umliegenden Regionen, die nur die Bohnen exportierten. Mit einem lokalen Partner in Ghana und Kickstarter Unterstützern wagte sich Reimers 2016 an die erste Schokoladen-Charge. Mit Erfolg: aus dem Projekt wurde ein Unternehmen mit Mitarbeitern in Deutschland und Afrika. Fairafric wählt bei seiner Finanzierung einen alternativen Weg: statt auf Wagniskapitalgeber zu vertrauen wurde bisher (neben Kickstarter) zwei Mal Geld über die Seedrs Plattform eingesammelt. Gerade für B2C Produkte (wie Schokolade) kann das ein guter Weg sein: man gewinnt treue Kunden und überzeugte Marken-Botschafter – und stemmt dabei noch die Finanzierung der Unternehmensentwicklung.

Expansion und Aufbau einer Fabrik in Ghana

Im Rahmen der Seedrs-Finanzierungsrunde will Fairafric mindestens eine Million Euro für 25,5% seiner Anteile einsammeln. Schon jetzt ist die Kampagne ein Erfolg: bereits €1,2M wurden eingesammelt von 73 Investoren. Das Geld soll genutzt werden um eine moderne Fabrik in Afrika aufzubauen und damit den Schokoladen-Output zu steigern. Unterstützen wird dabei die Ludwig Weinrich GmbH & Co. KG aus Herford, die als Anker-Investor an der Finanzierungsrunde teilnimmt und für €894.914 zwischen 20-25% der Anteile übernimmt.

Bildquelle: Etty Fidele

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