Liste der 3 größten Startup-Acceleratoren in Berlin

Liste der 3 größten Startup-Acceleratoren in Berlin

Startup-Acceleratoren unterstützen innovative Unternehmensgründungen mit intensivem Coaching, Support und Kapital. Geschäftsideen werden innerhalb weniger Monate zum tragfähigen und marktreifen Geschäftsmodell entwickelt. Der Accelerator wirkt als “Beschleuniger”. Berlin ist ein besonders interessanter Standort für Startup-Acceleratoren. Denn kaum sonst wo in Deutschland gibt es eine so quirlige Startup-Szene. Fast 60 Prozent des in digitale Startups investierten Kapitals sind 2019 nach Berlin geflossen. Wir stellen hier die 3 größten Startup-Acceleratoren in der Spree-Metropole vor. Diese sind auch Teil unserer Liste der wichtigsten deutschen Startup-Acceleratoren und Company Builder.

1. Von “Axel Springer Plug and Play” zu APX

Der Axel Springer-Konzern ist Berlin besonders verbunden und steht für gleich zwei Startup-Acceleratoren. Als erstes wurde vor einigen Jahren Axel Springer Plug and Play ins Leben gerufen – ein Joint Venture zwischen dem Axel Springer-Konzern, einem der bedeutendsten deutschen Medienkonzerne, und dem Plug and Play Tech Center, einem international agierenden Startup-Accelerator aus Kalifornien. Ende 2017 wurde die Förderung über Axel Springer Plug and Play eingestellt, man kümmert sich seither nur noch um den Bestand. Insgesamt wurden über Axel Springer Plug and Play mehr als 100 Unternehmen gefördert.

Als Nachfolgeprogramm hat Axel Springer gemeinsam mit Porsche eine neue Accelerator-Initiative namens APX gestartet. Die offizielle Firmenbezeichnung lautet Axel Springer Porsche GmbH & Co. KG. Sitz ist ebenfalls Berlin. Die Programmaktivitäten im Rahmen von APX sind ähnlich aufgebaut wie beim Vorgänger Axel Springer Plug And Play. Kern der “Beschleunigung” ist ein auf 100 Tage angelegte Programm. APX engagiert sich bei digitalen Geschäftsideen mit überdurchschnittlichem Potential. Im Fokus stehen Gründungen aus den Segmenten Finanzen- und Versicherungstechnologie, Lifestyle, Mobilität, Reisen, Medien und Gesundheit. Bis zu 25.000 Euro Anschub-Finanzierung gibt’s für Pre-Seed-Startups, bis zu 100.000 Euro für Seed-Startups. Als Gegenleistung will APX Startup-Anteile.

2. METRO Xcel – der METRO Accelerator

Der Düsseldorfer METRO-Konzern ist einer der großen Player im Groß- und Einzelhandel mit über 100.000 Mitarbeitern und Geschäftsaktivitäten weltweit. Das Accelerator-Engagement findet unter dem Namen METRO Xcel am Standort Berlin statt. METRO Xcel bietet jungen Gründern zwei Accelerator-Programme:

Das Hospitality-Programm gibt es seit 2015 und richtet sich in erster Linie an junge Unternehmen im Gastronomiebereich, bevorzugt im Gastrotech-Sektor. Das Programm wird vierteljährlich durchgeführt und bietet Startups Unterstützung beim Eintritt in neue Märkte, bei der Erweiterung des eigenen Produkt- und Leistungsprogramms auf Gastronomie oder bei der Marktdurchdringung. METRO Xcel ermöglicht dabei u.a. den Zugang zu METRO-Vertriebskanälen, Messebeteiligungen unter METRO-Vorzeichen und Business Coaching. Das 2017 eingeführte Retail-Programm ist für Geschäftsmodelle im Einzelhandel gedacht und wird mit dem US-Einzelhandelskonzern Target gemeinsam durchgeführt. Zweimal im Jahr werden jeweils 10 Startups für ein 14-wöchiges Programm ausgewählt, das in Berlin und Minneapolis stattfindet.

METRO investiert gemeinsam mit dem US-Accelerator Techstars auch Kapital in Startups. Der Investmentfokus liegt auf Unternehmen mit einem weiter entwickelten Geschäftsmodell, es geht weniger um Seed-Finanzierung.

3. DB mindbox – der Startup-Accelerator der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn ist 1994 aus der Fusion von Bundesbahn und Reichsbahn hervorgegangen und hat seither ihren Unternehmenssitz in der Hauptstadt. DB mindbox ist eine Plattform für Innovationen im Bereich Mobilität, Logistik und Bahninfrastruktur und auch ein physischer Ort im Berliner S-Bahnhof Jannowitzbrücke. Dort finden junge Startups Arbeitsmöglichkeiten und Unterstützung für die Entwicklung ihrer Lösungen.

Unter dem Dach DB mindbox ist das Accelerator-Programm DB StartupXpress angesiedelt. Es sieht eine umfassende finanzielle, logistische und wissensbasierte Unterstützung von neuen Ideen vor. Der Fokus liegt auf Lösungen, die der Deutschen Bahn bei der digitalen Transformation von Nutzen sind und als eigenständiges Geschäftsmodell funktionieren können. Die Bahn kauft sich damit sozusagen fehlendes digitales Entwicklungs-Know How ein.

Das Accelerator-Programm ist auf drei Monate angelegt. Es sieht neben Arbeiten in der DB mindbox eine “Finanzspritze” von bis zu 25.000 Euro vor. mindbox-Worker erhalten exklusiven Zugang zur DB Infrastruktur, zu DB Daten und Geschäftsfeldern. Während der drei Monate stehen eigene Startup-Manager, interne und externe Coaches angehenden Unternehmern und Entwicklern mit Rat und Tat zur Seite.

Bildquelle: Christian Lue

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