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Dieser Artikel entstand im Rechercheprozess unserer Liste der Top Family Offices in der Schweiz. Die Liste enthält unsere exklusive Liste der größten Single Family Offices in der Schweiz (>80 Einträge) sowie der größten Multi Family Offices Schweiz (>180 Einträge). Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Datenpunkten finden sich auf den beiden Produktseiten.

1. B-FLEXION (Familie Bertarelli)
Das Family Office der Bertarelli-Familie gehörte 2025 zu den akivsten Akteuren der Schweiz. Mehrere öffentlich bestätigte Transaktionen unterstreichen den Investitionswillen des Hauses, das auf dem 13,3-Milliarden-Verkauf von Serono an Merck im Jahr 2007 aufbaut. Die Aktivitäten verteilten sich auf gesundheitsnahe Direktinvestments und schnell wachsende Softwareunternehmen über die hauseigene Venture-Einheit Forestay Capital.
Zwei große Exits prägten das Jahr: Am 14. Mai übernahm GSK den Wirkstoff Efimosfermin aus dem Boston-Pharmaceuticals-Portfolio für insgesamt 2 Milliarden US-Dollar, bestehend aus einer hohen Upfront-Zahlung und erfolgsabhängigen Meilensteinen. Sullivan & Cromwell beriet bei der Transaktion. Eine Woche später folgte der nächste wichtige Schritt: Paratek Pharmaceuticals, über Gurnet Point Capital und gemeinsam mit Novo Holdings kontrolliert, erwarb am 21. Mai OptiNose für etwa 330 Millionen Dollar und stärkte damit sein Portfolio im Bereich Atemwegserkrankungen.
Auch Forestay Capital zeigte sich investitionsfreudig. Am 20. März führte der Fonds die 30-Millionen-Dollar-Series B des KI-Pricing-Spezialisten Buynomics an. Im Juli folgte am 15. Juli die 17-Millionen-Dollar-Series A für Datavations, ein Analytics-Unternehmen aus New York, das die US-Baustoffbranche digitalisiert. Insgesamt verwaltet B-FLEXION Vermögen in Milliardenhöhe und beschäftigt mehr als 60 Mitarbeitende in Europa und den USA.
2. Novator (Thor Björgólfsson)
Auch Thor Björgólfssons Novator Partners blieb 2025 aktiv. Die Investmentfirma, die seit 2004 ausschließlich mit dem Vermögen des isländischen Unternehmers agiert, beteiligte sich am 16. Juli erneut an Numan, einer britischen Digital-Health-Plattform für Männergesundheit. Die frische Finanzierungsrunde umfasste rund 40 Millionen Dollar. Novator begleitet das Unternehmen bereits seit Jahren und gehört zu dessen wichtigsten Kapitalgebern.
Zudem veräußerte Novator früher im Jahr seine Beteiligung an Gróska, einem isländischen Digitalunternehmen. Der Exit steht beispielhaft für die flexible Investmentstrategie des Hauses, das Engagements in Telekommunikation, Pharma, IT und erneuerbaren Energien bündelt. Zu den bekanntesten Beteiligungen zählen Play in Polen, Elisa in Finnland, Tier Mobility, Deliveroo, Zwift sowie der US-App-Entwickler AppLovin.
3. Infinitas Capital (Familie Lauber)
Die Basler Lauber-Familie zeigte über ihr Family Office Infinitas Capital ebenfalls rege Aktivität. Besonders sichtbar war die Beteiligung an der Pre-Series-A-Finanzierungsrunde der Berliner Modemarke Saint Sass, die mehr als 4,2 Millionen Euro einsammelte und sich auf internationale Expansion vorbereitet. Die Marke, die auch in den USA und Großbritannien an Profil gewinnt, will ihr Sortiment um Schlaf- und Bademode erweitern.
Im August kündigte Infinitas zudem eine Partnerschaft mit Christian Angermayers Apeiron Investment Group an, um gemeinsam eine Plattform für schwedische Börsengänge aufzubauen. Drei Unternehmen aus den jeweiligen Portfolios sollen bereits vor Jahresende an die Börse gehen. Neben diesen Aktivitäten verwaltet das Family Office ein breites Immobilienportfolio in der Schweiz sowie mehr als 40 Beteiligungen in den Bereichen Biotech, Fintech, Consumer Tech, Enterprise Software und Life Sciences.
4. PCS Holding (Familie Spuhler)
Ein bedeutender industriepolitischer Schritt kam 2025 von PCS Holding, dem Investmentvehikel von Stadler-Rail-Gründer Peter Spuhler. Das Unternehmen unterstützte die Kapitalerhöhung von Rieter Holding, die notwendig war, um die Barmag-Sparte von OC Oerlikon zu übernehmen. Die insgesamt 477 Millionen Franken umfassende Kapitalmaßnahme ermöglichte die Finanzierung der 713-Millionen-Franken-Transaktion und stärkte Rieters Position als weltweit führender Anbieter von Textilmaschinen. Die Transaktion wurde am 6. Mai angekündigt und am 18. September 2025 vollzogen.
PCS hielt im Zuge der Maßnahme seinen rund 33-prozentigen Anteil und beteiligte sich sowohl an der Bezugsrechtsemission als auch an der Privatplatzierung. Auch BigPoint Holding, das Family Office der Haefner-Familie, investierte und blieb mit etwa zehn Prozent beteiligt. PCS fokussiert sich seit Jahren auf langfristige industrielle Engagements und hält Beteiligungen an Stadler Rail, Rieter, Autoneum sowie dem Mobilitätsanbieter Flux Mobility.
5. Massellaz (Familie Hoffmann/Roche)
André Hoffmann, Vizepräsident von Roche und einer der profiliertesten nachhaltigkeitsorientierten Investoren der Schweiz, setzte 2025 ein Zeichen im Bereich Natural Capital. Über sein Family Office Massellaz beteiligte er sich am 12. Februar an der Erweiterungsrunde der Münchner NatureFinTech-Plattform The Landbanking Group, die weitere 4,75 Millionen Euro einwarb. Hoffmann zählt bereits seit der Seed-Runde 2023 zu den Unterstützern des Unternehmens.
The Landbanking Group entwickelt digitale Märkte für Ökosystemleistungen und richtet sich an Unternehmen und Landbesitzer, die natürliche Ressourcen schützen und monetarisieren wollen. Hoffmann engagiert sich zudem über weitere Vehikel wie 4FO Ventures und setzt seinen Fokus konsequent auf wirkungsorientierte Investments.
Bildquelle: Getty Images (18.11.2025)
Der Inhalt dieser Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 18.11.2025

