Erstes vollständig regenerativ betriebenes Kieswerk in Deutschland
Heidelberg Materials betreibt sein Kieswerk in Zurow im Landkreis Nordwestmecklenburg als erstes vollständig mit erneuerbarer Energie versorgtes Kieswerk Deutschlands. Der gesamte Strombedarf des Werks wird aus einer benachbarten Windkraftanlage gedeckt, die direkt mit dem Werk verbunden ist. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Das Werk verarbeitet jährlich rund 300.000 Tonnen Kies und Sand und beliefert damit Kunden in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus.
Heidelberg Materials zählt laut dem exklusiven Listenchampion-Ranking zu den größten Bauzulieferern in Deutschland – als weltweit führendes Unternehmen in der Herstellung von Zement, Beton, Kies und Sand mit einem Umsatz von rund 21 Milliarden Euro setzt der Konzern globale Maßstäbe in der Baustoffindustrie.
Direktleitungsanschluss als technisches Herzstück
Das technische Herzstück des Projekts ist eine Direktverbindung zwischen der benachbarten Windkraftanlage und dem Kieswerk. Diese Lösung ermöglicht es, den erzeugten Windstrom ohne Umweg über das öffentliche Netz unmittelbar im Werk zu nutzen. Dadurch entfallen Netzverluste, und der Eigenverbrauch von Ökostrom ist jederzeit nachweisbar. Bei Windflauten oder Wartungszeiten der Anlage steht das allgemeine Stromnetz als Backup zur Verfügung. Die Anlage hat eine installierte Leistung von 3,6 Megawatt und deckt den Jahresbedarf des Werks zuverlässig ab.
Bestandteil der Klimastrategie „Beyond Today“
Das Projekt Zurow ist Teil der Klimastrategie „Beyond Today“ von Heidelberg Materials, in der sich das Unternehmen verpflichtet hat, bis 2030 die spezifischen CO₂-Emissionen je Tonne erzeugtem Zement um 10 Prozent gegenüber 2022 zu senken und bis 2050 netto CO₂-neutral zu produzieren. Für den Bereich Zuschlagstoffe – also Kies, Sand und Splitt – liegt ein besonderer Fokus auf der Elektrifizierung der Produktionsprozesse und der Umstellung auf erneuerbare Energiequellen. Das Kieswerk Zurow gilt intern als Referenzprojekt und soll Blaupause für weitere Standorte sein.
Lokale Wertschöpfung und CO₂-Einsparung
Durch den vollständigen Umstieg auf Windstrom vermeidet das Werk Zurow nach Unternehmensangaben jährlich rund 600 Tonnen CO₂ im Vergleich zum deutschen Strommix. Das entspricht dem Jahresausstoß von rund 260 Mittelklasse-Pkw. Werkleiter Stefan Bruns hob hervor, das Projekt zeige, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Betrieb in der Rohstoffgewinnung kein Widerspruch seien. Der Standort Zurow beschäftigt rund 20 Mitarbeitende und ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Lieferant für die Baubranche in der Region.
Weitere Informationen zu Heidelberg Materials und vergleichbaren Unternehmen finden Sie in der Listenchampion-Liste der größten Bauzulieferer in Deutschland.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Pressemitteilung von Heidelberg Materials.