Starker Jahresstart trotz erhöhter Großschadenbelastung
Die Munich Re hat das erste Quartal 2026 mit einem Konzerngewinn von 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen (Q1 2025: 2,1 Milliarden Euro). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf eine überdurchschnittliche Großschadenbelastung zurückzuführen, insbesondere durch die Waldbrände in Kalifornien zu Jahresbeginn. Das operative Ergebnis lag bei 1,8 Milliarden Euro. Trotz der erhöhten Schadenbelastung bestätigt Munich Re die Jahresprognose 2026 von 6 Milliarden Euro Konzerngewinn.
Munich Re zählt laut dem exklusiven Listenchampion-Ranking zu den größten Versicherungsunternehmen in Deutschland – als weltgrößter Rückversicherer mit einem Prämienvolumen von rund 60 Milliarden Euro nimmt Munich Re eine herausragende globale Stellung ein.
Rückversicherung mit hoher Schadenbelastung durch Kalifornien-Brände
Im Segment Rückversicherung Schaden/Unfall belief sich die Großschadenbelastung im ersten Quartal 2026 auf rund 1,7 Milliarden Euro. Allein auf die Waldbrände in der Region Los Angeles entfielen davon rund 1,5 Milliarden Euro netto. Trotz dieser außergewöhnlichen Belastung erzielte das Segment ein positives Ergebnis, gestützt durch das starke Basisgeschäft und eine weiterhin disziplinierte Zeichnungspolitik. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag bei 107,5 Prozent. Die Rückversicherung Leben/Gesundheit trug mit einem soliden technischen Ergebnis positiv zum Konzerngewinn bei.
ERGO mit starkem Ergebnis im Erstversicherungsgeschäft
Der Erstversicherungsbereich ERGO lieferte im ersten Quartal 2026 ein starkes Ergebnis und kompensierte damit teilweise die Schadenbelastung im Rückversicherungssegment. ERGO Deutschland verzeichnete ein stabiles Prämienvolumen und profitierte von einer günstigen Schadensituation im Sachgeschäft. ERGO International entwickelte sich ebenfalls positiv, getragen durch Wachstum in den mittel- und osteuropäischen Märkten sowie im Reiseversicherungsgeschäft. Der Beitrag von ERGO zum Konzerngewinn lag deutlich über dem Vorjahreswert.
Kapitalanlage und Solvabilität auf solidem Niveau
Das Kapitalanlageergebnis belief sich im ersten Quartal 2026 auf rund 2,3 Milliarden Euro und lag damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die laufende Rendite des Anlageportfolios profitierte weiterhin vom erhöhten Zinsniveau. Die Solvency-II-Quote des Konzerns lag zum Ende des ersten Quartals bei rund 270 Prozent und damit deutlich über dem strategischen Zielkorridor. Die finanzielle Stärke und die hohe Kapitalisierung bilden die Basis für die Bestätigung der Jahresprognose.
Preisniveau in der Rückversicherung weiterhin attraktiv
Im Zuge der Vertragserneuerungsrunden zu Jahresbeginn 2026 konnte Munich Re risikoadäquate Preise durchsetzen. Vorstandsvorsitzender Joachim Wenning betonte, das Preisniveau in der Rückversicherung bleibe trotz des zunehmenden Wettbewerbs attraktiv. Munich Re werde weiterhin selektiv und diszipliniert zeichnen und setze auf nachhaltiges, profitables Wachstum. Die Prämieneinnahmen des Konzerns stiegen im ersten Quartal auf rund 16,5 Milliarden Euro.
Weitere Informationen zu Munich Re und vergleichbaren Unternehmen finden Sie in der Listenchampion-Liste der größten Versicherungsunternehmen in Deutschland.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Pressemitteilung von Munich Re vom Mai 2026.