Operatives Ergebnis von rund einer Milliarde Euro
Der österreichische Energie- und Chemiekonzern OMV hat das erste Quartal 2026 mit einem CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten von 1,025 Milliarden Euro abgeschlossen – ein Rückgang von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäften lagen bei 5,855 Milliarden Euro, was einem Minus von 6 Prozent entspricht. Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug 323 Millionen Euro, das CCS Ergebnis je Aktie 0,99 Euro. Die Bilanz bleibt mit einer Nettoverschuldung von 4,505 Milliarden Euro und einem Leverage-Grad von 17 Prozent solide aufgestellt.
OMV zählt laut dem exklusiven Listenchampion-Ranking zu den größten Unternehmen in Wien – mit einem Jahresumsatz von 24 Milliarden Euro und rund 22.300 Mitarbeitenden weltweit ist der Konzern einer der bedeutendsten Energieanbieter im deutschsprachigen Raum.
Energy belastet durch geringere Produktion
Im Geschäftsbereich Energy sank das Operative Ergebnis vor Sondereffekten um 21 Prozent auf 723 Millionen Euro. Die Kohlenwasserstoffproduktion fiel um 7 Prozent auf 288 kboe/d, bedingt durch temporäre Schließungen infolge des Konflikts im Nahen Osten sowie natürliche Förderrückgänge in Neuseeland, Rumänien und Norwegen. Eine stärkere Produktionsleistung in Libyen kompensierte dies teilweise. Der Bereich Gas Marketing & Power erzielte ein Ergebnis von 72 Millionen Euro, wobei Gas & Power Osteuropa eine signifikante Verbesserung verzeichnete.
Fuels stabil trotz Lieferkettenunterbrechungen
Das CCS Operative Ergebnis im Geschäftsbereich Fuels blieb mit 113 Millionen Euro weitgehend unverändert. Stärkere Raffinerie-Referenzmargen wurden durch einmalige Hedging-Verluste von rund 100 Millionen Euro infolge gestörter Rohölströme sowie einen niedrigeren Beitrag aus dem Tankstellen- und Commercial-Geschäft ausgeglichen. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa stiegen um 8 Prozent auf 3,8 Millionen Tonnen. Der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien lag durch geplante Stillstände bei 87 Prozent.
Chemicals mit deutlichem Ergebnissprung
Der Geschäftsbereich Chemicals verzeichnete den stärksten Zuwachs: Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg um 95 Prozent auf 245 Millionen Euro. Wesentliche Treiber waren die Umgliederung des Borealis Konzerns, verbesserte Polyolefinmargen sowie positive Lagerbewertungseffekte. Polyethylen-Referenzmargen in Europa legten um 30 Prozent zu, Polypropylen-Referenzmargen um 25 Prozent. Der Steamcracker-Auslastungsgrad lag stabil bei 91 Prozent. Ein wichtiger strategischer Meilenstein war der erfolgreiche Abschluss der Borouge International Transaktionen gemeinsam mit XRG, durch die OMV seine globale Präsenz im Chemikalienbereich stärkte.
Ausblick 2026 bestätigt
Für das Gesamtjahr 2026 plant OMV organische Investitionsaufwendungen von rund 3,4 Milliarden Euro. Die erwartete Kohlenwasserstoffproduktion liegt zwischen 280 und 290 kboe/d, vorbehaltlich der Entwicklungen rund um die Straße von Hormus. Der durchschnittliche Brent-Preis wird zwischen 85 und 95 US-Dollar je Barrel erwartet. Der Raffinerieauslastungsgrad in Europa soll über 90 Prozent liegen, der Steamcracker-Auslastungsgrad bei rund 90 Prozent.
Weitere Informationen zu OMV und vergleichbaren Unternehmen finden Sie in der Listenchampion-Liste der größten Unternehmen in Wien.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der offiziellen Pressemitteilung von OMV vom 30. April 2026.