Produktionsstart mit politischer Begleitung auf höchster Ebene
OMV hat im zweiten Quartal 2026 die Gasförderung am Standort Wittau in Niederösterreich offiziell gestartet. Der Startschuss erfolgte in Anwesenheit von Bundeskanzler Dr. Christian Stocker, Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer sowie der niederösterreichischen Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner. Der Gasfund, der vor drei Jahren bekannt gegeben worden war, gilt als der bedeutendste in Österreich seit mehreren Jahrzehnten.
OMV zählt laut dem exklusiven Listenchampion-Ranking der größten österreichischen Unternehmen zu den führenden Konzernen des Landes – und setzt mit diesem Projekt einen strategisch bedeutsamen Schritt in seiner Energieversorgungsstrategie.
Erste Phase: 11 TWh Gas, planbare Lieferungen ab Winter 2026/27
In der ersten Ausbaustufe werden rund 11 Terawattstunden Gas erschlossen – das entspricht etwa einer Milliarde Normkubikmeter und einer Wärmeversorgung von rund 100.000 Haushalten über zehn Jahre. Die Investitionsentscheidung wurde Anfang 2025 getroffen; dass die Produktion bereits im zweiten Quartal 2026 anläuft, sichert nach Unternehmensangaben planbare Gaslieferungen für den Winter 2026/27.
Die Gesamtinvestition für die erste Phase beläuft sich auf rund 150 Millionen Euro, davon etwa 70 Millionen Euro für Bohrungen und 80 Millionen Euro für Infrastruktur und Anlagen.
Volle Ausbaustufe könnte Österreichs Gasproduktion verdoppeln
Das Potenzial des Vorkommens reicht deutlich über die erste Phase hinaus: Bei vollem Ausbau werden bis zu 48 Terawattstunden förderbare Ressourcen – rund 4,2 Milliarden Normkubikmeter – erwartet. Dies würde die Gasproduktion von OMV in Österreich verdoppeln. Für den weiteren Ausbau sieht das Unternehmen ein Investitionspotenzial von rund 500 Millionen Euro, dessen Realisierung an zukünftige Entscheidungen und Marktbedingungen geknüpft ist.
„In Wittau bringt OMV den größten Gasfund der letzten 40 Jahre in Österreich erfolgreich in Produktion“, sagt Dr. Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV. Das Projekt stärke die Gas-Diversifizierungsstrategie des Konzerns durch heimisches Erdgas und sichere gleichzeitig den Übergang in ein erneuerbares Energiesystem.
Versorgungssicherheit und lokale Wertschöpfung im Fokus
Bundeskanzler Stocker betonte bei der Eröffnung die strategische Dimension des Projekts: Bei vollständigem Ausbau könne OMV die Gasproduktion verdoppeln und damit einen Beitrag zur Unabhängigkeit und Krisenresilienz Österreichs leisten. Die heimische Produktion schaffe lokale Wertschöpfung, sichere qualifizierte Arbeitsplätze und stärke technologische Kompetenz im Land.
Alle Angaben basieren auf der offiziellen Pressemitteilung von OMV.
OMV ist in unserer Datenbank der größten österreichischen Unternehmen erfasst – inklusive Kennzahlen, Kontaktdaten und Branchenzuordnung.