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Ranking: Top 3 Architekten aus Bern

Ranking: Top 3 Architekten aus Bern

Der folgende Beitrag rund um die Architekten-Szene in Bern, basiert auf unserer exklusiven Liste der größten Architekturbüros in der Schweiz.

Die Liste enthält zahlreiche wertvolle Informationen zu den größten Schweizer Architekturhäuser. So geben wir neben allgemeinen Kontaktdaten und den Namen der Geschäftsführung auch ein Mitarbeitercluster (1-10, 10+, 21-50, 51-100, 100+) an. Die Identifizierung und Klassifizierung der Architekten erfolgte in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Architekturbüro. Die Liste steht Ihnen über unseren Onlineshop zum sofortigen Download als Excel-Datei zur Verfügung.

In diesem Beitrag werden die drei relevantesten Architekturbüros aus Bern vorgestellt. Die Auswahl basiert auf einer Analyse von Mitarbeiterzahlen, Leuchtturmprojekten und Auszeichnungen. Itten+Brechbühl dominiert als eines der größten Schweizer Architekturbüro mit über 100 Jahren Geschichte und rund 400 Mitarbeitenden. Dahinter folgen Bauart als Pionier des nachhaltigen Bauens sowie GWJ Architektur mit dem spektakulären Anna-Seiler-Haus am Inselspital. Die Berner Architekturszene unterscheidet sich – etwa von Zürich und Basel – durch ihren pragmatischen Ansatz und die enge Verbindung zur Berner Fachhochschule. Im Folgenden gehen wir im Porträt näher auf die einzelnen Büros ein und bieten darüber hinaus eine Tabelle mit den Top 3 der Berner Architekturszene.

1. Top Architekt aus Bern im Porträt: Itten+Brechbühl AG

Die Itten+Brechbühl AG gehört zu den größten Architekturbüros der Schweiz und blickt auf über 100 Jahre Geschichte zurück. Das 1922 von Otto Rudolf Salvisberg und Otto Brechbühl in Bern gegründete Unternehmen beschäftigt heute rund 400 Mitarbeitende an sieben Standorten in der Schweiz: Bern (Hauptsitz), Basel, Zürich, St. Gallen, Lausanne, Genf und Lugano.

Geschichte und Meilensteine

Der Gründer Otto Rudolf Salvisberg war einer der bedeutendsten Schweizer Architekten der Moderne. Nach erfolgreichen Jahren in Berlin wurde er 1929 als Nachfolger von Karl Moser zum Professor an der ETH Zürich berufen – zu seinen Studenten zählte unter anderem Max Frisch. Der frühe Durchbruch gelang dem Büro 1924/25 mit dem ersten Rang beim Wettbewerb für das Lory-Spital Bern. Nach Salvisbergs Tod 1940 übernahm Otto Brechbühl die Leitung mit nur sechs Mitarbeitern. In den 1950er Jahren stieg Jakob Itten ein, und das Büro erhielt den Großauftrag für das Inselspital Bern. 1967 erfolgte die Umbenennung in «Itten+Brechbühl» – zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen bereits über 200 Mitarbeitende. 2012 wurde Itten+Brechbühl die erste Schweizer Architekturpraxis mit Präsenz in allen Sprachregionen.

Leuchtturmprojekte

Das Portfolio umfasst über 300 Spitalprojekte weltweit – Gesundheitsbau ist die historische Kernkompetenz des Büros. Zu den bedeutendsten Projekten zählen das Inselspital Bern mit diversen Erweiterungsetappen, das Intensiv-, Notfall- und Operationszentrum (INO), die SUVA-Rehabilitationsklinik Sitten sowie die Kantonsspitäler Olten, Aarau und Schaffhausen. Im Bereich Verkehr und Infrastruktur verantwortete Itten+Brechbühl das Airside Center, den Bahnhofterminal und Dock A am Flughafen Zürich sowie Terminal 1A und Skylink am Flughafen Wien. Im Forschungsbereich entstand das SwissFEL am Paul Scherrer Institut – ein 760 Meter langer Röntgenlaser – sowie das CSCS Nationale Hochleistungsrechenzentrum in Lugano. Weitere Projekte umfassen die Headquarters von Scott Sports in Givisiez und LIDL Schweiz in Weinfelden sowie Chaplin’s World in Corsier-sur-Vevey.

Auszeichnungen und akademische Verbindung

Itten+Brechbühl gilt als Pionier im Building Information Modeling (BIM) und gewann zweimal Gold beim Arc Award BIM – 2016 für das SwissFEL-Projekt und 2017 für Scott Sports. Der Nachlass des Gründers Salvisberg befindet sich im gta Archiv der ETH Zürich. Seit 2022 organisiert das Büro gemeinsam mit dem Schweizerischen Architekturmuseum den UTOPIA-Studentenwettbewerb, an dem Hochschulen wie ETH Zürich, EPFL, FHNW und TU Berlin teilnehmen.

Ranking der größten Architekturbüros aus Bern

Die folgende Tabelle liefert einen Einblick über die drei relevantesten Berner Architekturbüros. Diese Informationen sind relevant für Projektentwickler, Bauunternehmen oder Investoren, die nach führenden Architekturbüros in der Region suchen. Auch für öffentliche Institutionen und Stadtverwaltungen ist die fundierte Wahl eines erfahrenen Planungsbüros für Stadtentwicklungsprojekte von Bedeutung. Fachverbände wie der Bund Schweizer Architekten (BSA) oder der SIA können von der Übersicht über etablierte Büros profitieren. Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhalten einen Überblick über potenzielle Praxispartner, während Industrieunternehmen geeignete Architekten für Gewerbe- und Büroprojekte identifizieren können.

NameSitzMitarbeiterzahlSchwerpunktBeispielhafte Projekte
Itten+Brechbühl AGBernca. 400Gesundheitsbau, Forschung & InfrastrukturInselspital Bern, Flughafen Zürich Airside Center, SwissFEL PSI
Bauart Architekten und Planer AGBern / Neuchâtel / Zürichca. 60Nachhaltiges Bauen & ModularitätBundesamt für Statistik Neuchâtel, Haus der Religionen Bern, Microcity
GWJ Architektur AGBern / Zürichca. 50Spitalbau, Städtebau & BIMAnna-Seiler-Haus Inselspital, Huebergass Bern, Schule Walka Zermatt

2. Bauart Architekten und Planer AG – Pioniere des nachhaltigen Bauens

Bauart wurde 1987 von Reto Baer, Peter C. Jakob, Willi Frei, Mathias Rindisbacher und Marco Ryter gegründet und beschäftigt heute rund 60 Mitarbeitende an drei Standorten: Bern (Laupenstrasse 20), Neuchâtel und Zürich. Das Büro gilt als Schweizer Pionier im Bereich nachhaltiges Bauen und hat diese Expertise durch zwei EPFL-Professuren akademisch verankert.

Projekte

Der entscheidende Wendepunkt kam 1990 mit dem Gewinn des Wettbewerbs für das Bundesamt für Statistik (BFS) in Neuchâtel. Der 1998 fertiggestellte Bau erhielt sowohl den Schweizer als auch den Europäischen Solarpreis und machte Bauart international bekannt. Daraus entwickelte sich das Quartier Ecoparc Neuchâtel – eine 4 Hektar große nachhaltige Quartiersentwicklung auf einer Industriebrache. Weitere bedeutende Projekte sind der FHNW Campus Olten (2013) im Minergie-P-Eco-Standard für 1.200 Studierende, Microcity Neuchâtel (2013) als EPFL-Forschungszentrum sowie das Haus der Religionen am Europaplatz Bern (2014), das als Gebetshaus für acht Religionen den International Architecture Award 2016 gewann. Der Brückenkopf Bern (2022) – eine Umnutzung von Büro- zu Wohnraum mit 53 Kleinwohnungen – gewann den Best Architects Award 2023 und die Auszeichnung Berner Baukultur 2024.

Auszeichnungen

Bauart erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise: den Schweizer und Europäischen Solarpreis (1998), den International Architecture Award (2016 und 2023), den Facility of the Year Award (2019) sowie den Real Estate Award (2022). Die akademische Verankerung ist besonders stark: Partner Emmanuel Rey ist seit 2010 Professor an der EPFL und Gründer des Laboratory of Architecture and Sustainable Technologies (LAST). Marco Ryter lehrt seit 2015 als Professor an der Berner Fachhochschule im Kompetenzbereich Urbane Entwicklung.

3. GWJ Architektur AG – das Anna-Seiler-Haus als Meilenstein

GWJ Architektur wurde 1989 von Nick Gartenmann gegründet und beschäftigt heute rund 50 Mitarbeitende aus 10 Nationen an zwei Standorten: Bern (Nordring 4A) und Zürich. Die Mitarbeitenden sind als Aktionäre am Unternehmen beteiligt – eine im Architekturbereich ungewöhnliche Organisationsform. Aktuelle Partner sind Nick Gartenmann (VR-Präsident), Donat Senn (geschäftsführend), Eva Herren und Christian Lasser.

Leuchtturmprojekt Anna-Seiler-Haus

Das Anna-Seiler-Haus am Inselspital Bern ist eines der bedeutendsten Schweizer Neubauten der letzten Jahre und das größte BIM-Projekt der Schweiz. Der 2023 fertiggestellte Bau umfasst 82.000 m² Bruttogeschossfläche auf 18 Geschossen mit 532 Betten bei Baukosten von 670 Millionen CHF. Das Projekt erhielt den Publikumspreis Berner Baukultur 2024 sowie den GLCI Lean Construction Project Award. Weitere bedeutende Projekte sind Huebergass und Stadtteilpark Holligen (2021) – 103 genossenschaftliche Wohnungen mit dem UIA 2030 Award – sowie die Schule Walka Zermatt (2024). International gewann GWJ den ersten Preis beim Wettbewerb Neue Strandlust Bremen-Vegesack.

Wettbewerbserfolge und Hochschulverbindung

Im Competitionline Ranking 2024 erreichte GWJ Platz 19 (Architektur) und Platz 14 (Städtebau) unter 21.400 Büros im DACH-Raum – ein Beleg für die konstante Wettbewerbsstärke des Büros. Partner Donat Senn war von 2014 bis 2021 Professor für Architektur an der Berner Fachhochschule. Eva Herren hatte von 2014 bis 2018 ebenfalls einen Lehrauftrag an der BFH. Zu den laufenden Großprojekten zählen der Campus Platztor der Universität St. Gallen und der ZHAW Campus Winterthur.

Bildquelle: Yannick Pulver via Unsplash (12.12.2025)

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Der Inhalt dieser Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 12.12.2025

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