Siemens Mobility wächst durch strategische Akquisition in Italien
Siemens Mobility hat eine Vereinbarung zum Erwerb mehrerer Kerngeschäfte der MERMEC Gruppe unterzeichnet – einem führenden italienischen Hightech-Anbieter von Bahnsignaltechnik, Elektrifizierung sowie Diagnostik- und Messtechnologien. Der Vollzug der Transaktion wird für Ende des Kalenderjahres 2026 erwartet und unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen. Über die finanziellen Konditionen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.
Siemens zählt laut dem exklusiven Listenchampion-Ranking der größten deutschen Industrieunternehmen zu den bedeutendsten Konzernen der Branche – und baut mit diesem Schritt seine internationale Marktposition im Bahnsektor weiter aus.
Was Siemens mit der Transaktion gewinnt
Die Akquisition umfasst die Kerngeschäfte von MERMEC in den Bereichen streckenseitige Signaltechnik in Italien, Elektrifizierung, Telekommunikation, Diagnostik, Analytik sowie weltweite Dateninfrastruktur. Die erworbenen Einheiten beschäftigen rund 1.700 Mitarbeitende, bedienen Kunden in mehr als 70 Ländern und erzielten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 430 Millionen Euro.
Für Siemens Mobility bedeutet der Zukauf vor allem eine erhebliche Stärkung des globalen Diagnostikportfolios: Die Kombination aus Siemens‘ Kompetenzen in Asset Intelligence mit dem Fuhrpark fortschrittlicher Diagnosefahrzeuge von MERMEC – ausgestattet mit Messsystemen und Softwarelösungen für die Inspektion von Bahninfrastruktur – soll eine skalierbare Diagnostik- und Analyseplattform mit globaler Reichweite entstehen lassen.
Strategische Bedeutung für Italien und den Standort Matera
Die Zusammenführung der Expertise beider Unternehmen soll die Modernisierung und Digitalisierung des nationalen Schienennetzes in Italien vorantreiben: Siemens Mobility bringt seine Stärken im urbanen Signaltechnikbereich ein, MERMEC seine starke Position im italienischen Fernbahnnetz. Der strategisch wichtige Standort Ferrosud in Matera wird dabei zum industriellen Zentrum für Diagnostiklösungen der nächsten Generation.
Vito Pertosa, Präsident der Angelo Holding und bisheriger Eigentümer, begründete die Entscheidung zur Transaktion auch mit persönlichen Motiven: Er befinde sich seit neun Monaten im Ruhestand und wolle die Zukunft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch einen starken Partner in der Branche gesichert wissen. Die Erlöse sollen in andere Unternehmen seiner Industrieholding fließen und zum Wachstum in Süditalien beitragen.
Finanzieller Ausblick: Synergien und EPS-Wachstum ab Jahr zwei
Siemens erwartet aus der Transaktion erhebliche Synergieeffekte, insbesondere durch Cross-Selling und den Ausbau des integrierten Portfolios. Die Akquisition soll ab dem zweiten Jahr nach Vollzug innerhalb des Zielmargenkorridors von Siemens Mobility liegen und den Gewinn je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS vor PPA) steigern. Zudem wird ein positiver Beitrag zum Umsatzwachstumsziel von Siemens erwartet.
Alle Angaben basieren auf der offiziellen Pressemitteilung von Siemens.
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Der Inhalt dieser Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 19.05.2026