Die deutsche Familie Reimann verwaltet einen erheblichen Anteil ihres Vermögens durch das luxemburgische Family Office JAB Holding. JAB hält Anteile an Unternehmen wie Coty, Reckitt Benckiser und verschiedenen Kaffeefirmen wie Jacobs oder Keuring Green Mountain. Die neusten Investitionen des Family Offices schlagen eine gänzlich neue Richtung ein.

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Compassion First Animal Clinics

JAB hat von der mittelständischen Private Equity Firma Quad-C Management eine Mehrheit an dem amerikanischen Unternehmen Compassion First Animal Clinics erworben. Der Kaufpreis und der konkrete Beteiligungsanteil bleiben unveröffentlicht. Der Wert der Firma wurde jedoch auf 1,215 Milliarden US Dollar geschätzt. Compassion First Animal Clinics wurde von John Payne im Jahr 2014 gegründet und verbindet eine Vielzahl von Tierkliniken über die Vereinigten Staaten hinweg. Laut JAB birgt das Geschäftsmodell erhebliches Wachstumspotenzial und ist profitabel. Die Transaktion wurde von Eigenkapital der Holding, externem Funding und Kredit gestützt.

Das Family Office der Familie Reimann hat vor, das Investitionsportfolio durch diesen Erwerb zu diversifizieren und hat sich deshalb an einem neuen Geschäftsfeld orientiert. Das Unternehmen verspricht sich davon, Eintritt in den bis dato recht unerschlossenen Markt der Haustierpflege zu bekommen, der Wachstumspotenziale birgt.

Bildquelle: Ricky Kharawala

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Bezos Expeditions, das amerikanische Family Office von Amazongründer Jeff Bezos, hat im Zuge einer 30 Millionen US Dollar Förderrunde in das chilenische Unternehmen Notco investiert, das unter der Führung des vor kurzem gegründeten Venture Capital Fonds „The Craftory“ stand. Zu den Investoren gehörten außerdem Kassel Ventures und Indiebo.

NotCo: Vegane Produkte treffen auf technische Innovationen

NotCo’s Hauptgeschäft sind pflanzenbasierte Ersatzprodukte für Milchprodukte wie Mayonnaise oder Milch. Der Gründer der Firma Matias Muchnick äußerte zu den Kapitalgebern: „Es ist eine große Bereicherung für uns, sowohl The Craftory als auch Bezos Expeditions als Förderer in unserem Unternehmen zu haben, da wir fortgehend dabei sind, innovative und nachhaltige neue alternative Lebensmittelprodukte entwickeln.“

Die Not Company arbeitet daran, dieselben Aromen und Konsistenzen der Milchprodukte nachzuahmen und auf pflanzlicher Basis herzustellen. Zudem hat das Unternehmen einen technischen Aspekt: Basierend auf maschinellem Lernen identifiziert NotCo die molekulare Struktur der zu ersetzenden Produkte. Durch die Förderrunde möchte das Unternehmen seine Position in Lateinamerika stärken und auf den amerikanischen Markt expandieren.

Bildquelle: Lefteris Kallergis

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Das Arne Jacobsen-Haus in der Hamburger Bürostadt City Nord ist erst wenige Jahrzehnte alt und schon Baudenkmal. Jetzt wechselt das markante Hochhaus, das wie ein Spiegel seiner Umgebung wirkt, den Eigentümer. Die Hamburger Matrix Immobilien Gruppe erwirbt das Gebäude von Vattenfall Deutschland, der deutschen Tochter des schwedischen Energiekonzerns. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.

Arne Jacobsen war einer der international bekanntesten dänischen Architekten und Designer im 20. Jahrhundert. In seinen Bauten und Design-Projekten vertrat er den modernen Funktionalismus. Darunter versteht man ein Gestaltungsprinzip, das sich in erster Linie am Verwendungszweck eines Baus oder Gegenstandes orientiert, ästhetische Aspekte treten in den Hintergrund. Dennoch ist Jacobsens Architektur weit davon entfernt, “unästhetisch” zu sein, aber sie kommt ohne jegliche “Schnörkel” aus. Das gilt auch für das Arne Jacobsen-Haus in Hamburg.

Funktionale Ästhetik durch Glas und Farbkontraste

Das 1966 bis 1969 errichtete Gebäude besteht aus vier, leicht gegeneinander versetzten Scheiben von gleicher Höhe, aber unterschiedlicher Länge. Die Längsachse erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über insgesamt 153 Meter. Die Höhe beträgt 44 Meter. Die Brutto-Grundfläche umfasst 48.000 Quadratmeter. Das Haus ist in zwölf Geschosse unterteilt. Die Längsseite präsentiert sich in einer einheitlichen dunklen Glasfassade, in der sich der Himmel und die umgebenden Grünanlagen widerspiegeln. Die Schmalseite ist mit hellem indischem Gneis verkleidet. Aus diesen Kontrasten und dem “Spiegeleffekt” bezieht das Bauwerk seine ästhetische Wirkung. Trotz seiner imposanten Fassaden-Fläche kommt es nicht wuchtig rüber, sondern erscheint eher filigran.

Das Arne Jacobsen-Haus wurde ursprünglich von den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) in Auftrag gegeben und genutzt. Die HEW konzentrierten hier ihre bis dahin auf mehrere Standorte in der Hansestadt verteilte Verwaltung. Mit der schrittweisen Privatisierung der HEW und der bis 2002 realisierten vollständigen Übernahme durch den Vattenfall-Konzern wurde das Gebäude dann Eigentum von Vattenfall Deutschland, das es weiter für Verwaltungszwecke nutzte.

Vattenfall bleibt Mieter bis 2023

Vattenfall will nun seine Hamburger Zentrale in die Hafen City verlegen. Dort soll ein innovatives 15geschossiges Hochhaus entstehen, das besonders umweltfreundlich ist und teilweise aus Holz besteht. Hier möchte Vattenfall Deutschland im Jahre 2023 einziehen, wenn das neue Gebäude fertig ist. Der Verkauf des Gebäudes am bisherigen Standort war die logische Konsequenz. Bis dahin werden die Räumlichkeiten im Arne Jacobsen-Haus weiter genutzt – allerdings nicht mehr als Eigentümer, sondern als Mieter. Danach soll das Gebäude grundlegend modernisiert und umgewidmet werden. Das muss und wird in enger Abstimmung mit der Hamburger Denkmalschutz-Behörde und der Politik erfolgen – denn das Arne Jacobsen-Haus ist nicht irgendein Bau. Es ist ein Wahrzeichen moderner Architektur in der Hansestadt.

Passend zur Neuausrichtung von Matrix

Die jüngste Akquisition der Matrix Immobilien Gruppe passt zur Neuausrichtung des Unternehmens. Bisher kannte man den Firmennamen Matrix vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung und Restrukturierung von Einzelhandels-Immobilien. In 15 Jahren Geschäftstätigkeit konnten Projekte im Volumen von rund einer Milliarde Euro realisiert werden. Unter dieser Ausrichtung erfolgte zum Beispiel die Neugestaltung des Langenhorner Markts im Hamburger Vorort Norderstedt oder die Umstrukturierung der Marktplatz Galerie in Hamburg-Bramfeld. Nur zwei Beispiele von vielen.

Im Zeitalter der Digitalisierung möchte sich Matrix jetzt weg von der einseitigen Fokussierung auf Einzelhandels-Immobilien und -Projekte entwickeln. Digitale Lebens-, Wohn- und Arbeitswelten sollen künftig im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit stehen. Das Portfolio wird diversifiziert. Ein Bestandteil werden Angebote für moderne Arbeitswelten in neuen digitalen Workspace-Konzepten sein. Sie können auch in bestehenden Bürogebäuden umgesetzt werden. Das Vattenfall-Gebäude scheint nach dem Auslaufen seiner bisherigen Nutzung dafür prädestiniert.

Bildquelle: Christoph Mahlstedt

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Als wir vor der Gründung von Listenchampion für Banken, Immobilienunternehmen und einen Venture Capital Fonds arbeiteten wurde uns ein zentrales Problem klar: Single und Multi Family Offices, also Firmen die das Vermögen von einer oder mehreren wohlhabenden Familien verwalten, sind zwar heutzutage wichtige Investoren und Geschäftspartner, doch es gab bislang keine zuverlässigen Informationen über diese. Dies haben wir mit Listenchampion geändert. Bereits 2017 veröffentlichten wir Listen der wichtigsten Single Family Offices in Deutschland und der Schweiz. Nach zwei weiteren Recherche-Jahren freuen wir uns darauf heute zwei umfangreiche, bisher noch nicht dagewesene Produkte zu veröffentlichen: die Liste der 400 Multi Family Offices in Europa sowie die Liste der 350 europäischen Single Family Offices. Wie es dazu kam berichten wir in diesem Artikel.

Detaillierte Recherche und stetiges Monitoring von Family Office Investments

Wie bei allen unseren Listen begann unsere Arbeit an den Family Office Listen 2017 mit ausführlicher Recherche des Family Offices Marktes. Dafür nahmen wir Deutschlands Vermögende die in der Investmentlandschaft aktiv sind unter die Lupe, nutzten unser Netzwerk und durchsuchten das Internet nach relevanten Gesellschaften. Seitdem beobachten wir stetig neue Investments und Pressemeldungen. Zudem stehen wir häufig mit Family Offices in Kontakt und nehmen diese in unsere Listen auf. Bei der Erweiterung der Listen auf das europäische Ausland gingen wir nach dem gleichen Schema vor.

Kontaktdaten, Hintergrundinfos, Investmentfokus

Unsere Family Office Listen folgen stets dem selben Schema: wir liefern Kontaktdaten, Hintergrundinfos zur Familie und Details zum Investmentfokus. So kann man die eingetragenen Investoren etwa nach Familienvermögen oder den jeweiligen Städten sortieren. Wenn man passende Family Offices für sein jeweiliges Vorhaben identifiziert hat, liefern wir häufig auch nähere Daten zum Investmentfokus oder beispielhafte Investments aus der Vergangenheit, damit man sofort einen Ansatzpunkt hat. Generell sind unsere Listen dazu ausgerichtet, unsere Kunden bei der Suche nach Investoren, Immobilienkäufern oder Kunden so gut wie möglich zu unterstützen. Dadurch konnten wir bereits Tausenden zufriedenen Kunden weiterhelfen.

Interessiert? Wir würden uns freuen auch Sie als Kunden begrüßen zu dürfen. Die jeweiligen Listen finden Sie unter dem Artikel, dort können Sie diese in den Warenkorb legen und schon direkt nach der Bezahlung herunterladen. Bei Fragen freuen wir uns auf Ihre Anfrage an kontakt [at] listenchampion.de oder über unseren Live-Chat. 

Bildquelle: Gaetano Cessati

In diesem Artikel erwähnte europäische Family Office Listen


Ein Konsortium aus dem deutsch-schwedischen Private Equity Fonds Triton und der Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) gaben bekannt IFCO Systems, einen Verpackungsanbieter, für $2,51 Mrd. von der Brambles Unternehmensgruppe zu übernehmen. Nach eigenen Angaben ist IFCO Systems der führende Anbieter von Mehrwegverpackungslösungen für Frischeprodukte. Der firmeneigene Pool von über 290 Millionen Mehrwegbehältern wird jährlich für mehr als 1,3 Milliarden Lebensmittelauslieferungen eingesetzt. Dadurch werden laut IFCO Kosten gespart und “Frische und Qualität der Produkte” gewahrt. Zudem seien die Verpackungen umweltfreundlicher als Einwegverpackungen.

Weiteres Wachstum angepeilt mit Triton und der Abu Dhabi Investment Authority

Die australische Brambles Gruppe hatte bereits im August 2018 angekündigt das deutsch-niederländische Unternehmen IFCO verkaufen zu wollen. Mit Triton und ADIA wurde nun ein passender Käufer gefunden. Im vergangenen Jahr 2018 erlöste IFCO mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz und ein Wachstum von mehr als 8 Prozent. Peder Drahl, General Partner bei Triton, kommentierte die Transaktion mit: “Wir freuen uns darauf, das Management und die Mitarbeiter von IFCO als stabilen Eigentümer aktiv zu unterstützen, indem wir in das Wachstum und die Entwicklung des Unternehmens investieren. Unsere starke Industrieexpertise, die wir durch andere Investitionen gewonnen haben und die von unseren erfahrenen Branchenexperten verstärkt werden, werden dazu beitragen, das Unternehmen auf die nächste Stufe zu bringen“.

Bildquelle: frank mckenna

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Mit dem Kauf einer weiteren Liegenschaft im Nordosten von Ingolstadt rundet der Düsseldorfer Projektentwickler Gerch Group seine Ankaufsaktivitäten in der oberbayerischen Donaustadt ab. Damit ist flächenmäßig die Grundlage für ein komplett neues Stadtquartier geschaffen. Für die Entwicklung des Geländes veranschlagt man bei Gerch ein Investitionsvolumen von rund 800 Mio. Euro.

Bereits im Dezember 2018 hatte Gerch ein 128.000 Quadratmeter großes Areal im Stadtbezirk Nordost von der Rieter Ingolstadt GmbH erworben. Die Firma ist Teil der Rieter-Gruppe in der Schweiz, die sich mit der Herstellung von Textilmaschinen befasst. Rieter hatte 2017 beschlossen, den Produktionsstandort Ingolstadt aufzugeben und nach Tschechien zu verlagern. Seither stellte sich die Frage nach einer neuen Nutzung des ausgedehnten Firmengeländes. Mit dem Verkauf an Gerch wurde der Weg dafür geebnet.

INQuartier – ein neues Stadtviertel auf 153.000 Quadratmetern

Vor wenigen Tagen hat die Gerch Group zusätzlich ein unmittelbar angrenzendes Gelände erworben. Es handelt sich um ein 25.100 Quadratmeter großes Grundstück, das sich westlich an das Rieter-Gelände anschließt und sich bisher im Eigentum der RMN Wohnbau GmbH befand. Durch die Arrondierung steht jetzt eine über 153.000 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung, die größenmäßig und vom Zuschnitt beste Voraussetzungen für eine Stadtquartiers-Entwicklung bietet. “INQuartier” soll das neue Entwicklungsprojekt heißen – eine kreative Wortschöpfung, die gleich mehrere Assoziationen weckt: IN kann für Ingolstadt genauso stehen wie für Attraktivität als “IN”-Sein. “Quartier” weist auf Überschaubarkeit, Geschlossenheit und einen Platz zum Wohnen, Leben und Arbeiten hin.

Genau das soll das INQuartier einmal werden. Bei Gerch denkt man an eine gemischte Nutzung, wobei Wohnflächen den größten Anteil einnehmen sollen. Man will aber auch Raum für gewerbliche Betätigung geben. Selbst Voreigentümer Rieter wird sich nicht ganz aus Ingolstadt verabschieden. Als Mieter will die Firma weiter auf ihrem ehemaligen Gelände präsent sein, wenn auch nicht mehr mit Produktion. Um die Attraktivität des Viertels weiter zu erhöhen, plant man eine Verlängerung des nahen Nordparks mit einer “Grünschneise” zum neuen Stadtviertel. Verkehrsmäßig ist das geplante Stadtquartier bereits bestens angebunden. Ein Autobahnanschluss zur A9 ist mit dem Auto nur wenige Minuten entfernt. Das gilt auch für den Bahnhof Ingolstadt-Nord. Von dort und über diverse Buslinien erreicht man zum Beispiel in kürzester Zeit das Audi-Werk, den größten Arbeitgeber Ingolstadts.

Noch sind das alles Absichten. Gemeinsam mit der Stadt Ingolstadt muss zunächst ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden, dass die baurechtlichen Grundlagen für die “Umwidmung” schafft. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden und haben sich Gerch-Angaben zufolge positiv angelassen.

Gerch Group – jung und dynamisch mit langer Erfahrung

Die Gerch-Group ist noch ein vergleichsweise junger Projektentwickler und wurde erst 2015 gegründet. Die beiden Gründer und Vorstände Mathias Düsterdick und Christoph Hüttemann sind aber “Alte Hasen” und verfügen über langjährige Immobilien- und Projektentwicklungs-Erfahrung. Neben Ingolstadt betreut die Gerch-Group aktuell weitere Projekte am Firmensitz Düsseldorf, in Köln, Bonn, Frankfurt und Nürnberg. Das betreute Projektvolumen umfasst rund 3,9 Mrd. Euro. Weitere Projekte sind schon in Aussicht genommen. Dabei will man sich auf die TOP 7-Städte in Deutschland, aber auch auf prosperierende B- und C-Standorte konzentrieren. Büroentwicklungen und Quartiersentwicklungen bilden die beiden Standbeine des Geschäftes.

Bildquelle: Liam Martens

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Das Bremer Tabakquartier im Stadtteil Woltmershausen ist ein Viertel mit Tradition, das selbst alteingesessene Bewohner der Hansestadt oft nur vom Namen kennen. Das dürfte sich demnächst ändern. Denn hier wird in den kommenden Monaten und
Jahren ein Projekt entwickelt, dass einstige Tabakfabrikhallen und das Areal drumherum einer neuen Nutzung zuführt. Bis zu 240 Millionen Euro will der Bremer Projektentwickler Justus Grosse hier insgesamt investieren, davon in das aktuelle Fabrik-Projekt 20 Millionen Euro.

Fast einen geschlossenen quadratischen Block bilden die riesigen Hallen mit ihrer markanten roten Außenfassade rund um ein ehemaliges Heizwerk, was dem gesamten Ensemble ein kompaktes und architektonisch einheitliches Bild gibt. Rund 15 Hektar umfasst die umbaute Fläche. Noch bis 2014 wurden die Gebäude von der Martin Brinkmann AG im Rahmen ihrer Tabakproduktion genutzt, bis 2005 hatte man hier Kartonagen für die Tabakerzeugnisse hergestellt. Brinkmann ist selbst ein Bremer Traditionsunternehmen und besteht unter diesem Namen bereits seit 1878. Die Firma gibt es nach wie vor, aber in Zeiten, in denen Rauchen zunehmend verpönt ist, entschloss man sich vor einigen Jahren, die Produktion am Standort Woltmershausen aufzugeben. Seither stehen die Hallen leer.

“DIE FABRIK” – Neuer Raum für Bremens Kreative

Der Bremer Projektentwickler Justus Grosse will jetzt aus dem ehemaligen Tabakquartier etwas Neues machen. Der alten Nutzung entsprechend nennt sich das Projekt “DIE FABRIK”. Damit wird einerseits auf die Vergangenheit verwiesen, andererseits ist der Name auch ein Zukunftsversprechen. Denn mit der Neugestaltung soll Raum für Bremens kreative Szene geschaffen werden. Produziert werden soll also hier auch weiterhin, nur auf ganz andere Art – geistig, innovativ und schöpferisch. Dabei will man es nicht bei reiner Produktion belassen. Die Räume sind für verschiedene Nutzungen gedacht. Anfang nächsten Jahres sollen “DIE FABRIK” fertig sein, Interessenten gibt es bereits.

Die Hallen-Vorhaben umfasst eine Fläche von insgesamt 10.000 Quadratmetern. Es sollen innovative Büro- und Gewerbelofts in den Standard-Größen 70, 140 und 210 Quadratmetern entstehen – insgesamt etwa 80 Einheiten, wobei sich der Projektentwickler flexibel zeigt, wenn andere Größenzuschnitte gewünscht sind. Die Räume werden über modernste technische Ausstattung und Anschlüsse verfügen und wirken mit ihren vier Meter Höhe sehr großzügig. Auch Archiv- und Kellerräume stehen zur Verfügung.

Nur der Startschuss für Größeres

Es soll aber nicht nur um die Hallen gehen. Glanzstück des aktuellen Projektes ist das ehemalige Heizwerk. Es soll zu einem Kultur- und Veranstaltungszentrum mit Gastronomie umgewidmet werden – mit einer ganz besonderen Atmosphäre zwischen alten Öfen und Heizkesseln. Unmittelbar daneben ist das moderne Q1-Living Boardinghouse geplant, ein Angebot zum “Wohnen auf Zeit”. “DIE FABRIK” mit Kulturzentrum und Boardinghaus soll dabei nur der Startschuss für eine viel umfassendere Entwicklung des gesamten Umfeldes sein. Auf 55 Hektar rund um “DIE FABRIK” ist die Schaffung weiterer Gewerbeflächen und von Wohnraum mit bis zu 1200 Einheiten angedacht – eine Herausforderung für die kommenden Jahre.

Justus Grosse ist bereits seit 1946 ein Name im Bremer Immobiliengeschäft. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Firma ganz auf die beiden Bereiche Projektentwicklung und Hausverwaltung ausgerichtet. Die Entwicklungs-Aktivitäten wurden ab 2003 bei der Justus Grosse Projektentwicklung GmbH gebündelt, welche auch Teil unserer Liste der 1000 größten Projektentwickler Deutschlands ist.. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich wesentlich auf Bremen.

Bildquelle: Carlos Ibáñez

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Das Family Office des ehemaligen Hedge Fonds Managers Eric Mindich, Everblue Management, hat die jüngste Finanzierungsrunde von G2 Esports angeführt. Die $17,3M Series A Runde wurde außerdem von Parkwood Corp. und Seal Rock Partners begleitet. Carlos Rodriguez gründete das in Berlin beheimatete G2 in 2014 und hat es geschafft, ein erfolgreiches Esports Team aufzubauen.

Investition in den Wachstumsmarkt Esports

G2 Esports ist insbesondere für ihr weltklasse Leage of Legends (ein Real-Time Strategie Computerspiel) Team bekannt. Daneben gibt es weitere hochklassige Teams in anderen Spielen wie Counter-Strike und FIFA. G2 gehört laut Forbes zu den acht wertvollsten Esports Teams der Welt mit einem geschätzten Markenwert von $105M. Esports Teams verdienen auf unterschiedliche Art und Weise Geld, wobei die wichtigsten Einnahmequellen Sponsorship, Rundfunkrechte und Merchandising sind. So ist es beispielsweise möglich, einen Bürostuhl im Wert von 439 Euro in dem Onlineshop von G2 zu kaufen. Die Series A Runde soll dem jungen Unternehmen helfen, die Wachstumsmärkte in Nord- und Süd-Amerika anzugreifen.

Mit dem Investment in G2 ist das Single Family Office von Mindich also in einen extrem wachstumsstarken Markt eingestiegen. Der ehemalige Goldman Sachs Partner Mindich war zuvor der Gründer und CEO von Eton Park Capital Management. Dieser Multi-Milliarden Dollar Hedge Fonds wurde im März 2017 geschlossen.

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Bildquelle: Pawel Kadysz

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Mit dem Erwerb von zwei Objekten in Mainz und in Düsseldorf weitet die GEG German Estate Group AG ihr Immobilien-Portfolio aus. Mit einem Transaktionsvolumen von 140 Mio. Euro setzt die GEG damit gleich zu Jahresbeginn ein Zeichen für die dynamische Fortentwicklung ihres Geschäftes.

CABO – in Düsseldorfs Norden

Bei dem Objekt, das in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt erworben wurde, handelt es sich um ein überwiegend für Bürozwecke genutztes Gebäude. Es liegt im Umfeld des Kennedydamms nördlich der Düsseldorfer Innenstadt – sozusagen auf halbem Weg zwischen Zentrum und Flughafen. Dieser Bereich ist wegen seiner verkehrsgünstigen Lage und guten Erreichbarkeit für gewerblich genutzte Gebäude prädestiniert.

Bei dem von GEG erworbenen Objekt handelt es sich um ein ins Auge fallenden Bau mit einem großen gläsernen Atrium. Es wurde im Jahre 2003 errichtet und verfügt über eine Mietfläche von ca. 9.500 Quadratmetern. Davon sind 7.000 Quadratmeter für Bürozwecke vorgesehen, 2.500 Quadratmeter bilden Showroom-Flächen. Außerdem bietet das Gebäude Lagerflächen und 186 Tiefgaragen-Stellplätze. Derzeit sind 70 Prozent der Fläche vermietet. Mieter der Büroflächen sind bevorzugt namhafte Unternehmensberatungen, die Showrooms werden von bekannten Modedesignern genutzt. Dank des guten Zuschnitts und der Teilbarkeit der Flächen kann der Mietraum flexibel unterschiedlichen Bedürfnissen angepasst werden.

Verkäufer des Objektes ist die Bayerische Versorgungskammer, einer Behörde des Freistaats Bayern, die im Bereich der berufsständischen und kommunalen Altersversorgung tätig ist. Die GEG bringt das Düsseldorfer Objekt in ihren Fonds Manage-to-Core-Fonds “GEG Deutschland Value I” ein. Das bisher unter der Bezeichnung “Objekt Karl-Arnold-Platz 1 (KAP1)” geführte Gebäude soll künftig unter dem Namen “CABO” mit dem Ziel der Vollvermietung repositioniert und neu vermarktet werden.

Mit Bahnbezug in Mainz

Das in Mainz erworbene Objekt liegt südlich der Altstadt in der Nähe des Rheinufers. Es handelt sich um eine fünfgeschossige Büroimmobilie, die 1998 errichtet und in den letzten drei Jahren umfassend modernisiert wurde. Das Gebäude ist zu hundert Prozent an die Deutsche Bahn vermietet, die die Büroflächen langfristig weiter nutzen wird. Die Immobilie verfügt über eine Mietfläche von insgesamt 31.000 Quadratmetern sowie über 178 Parkplätze. Verkäufer des Objektes ist die Vermögensverwaltungsgesellschaft KGAL GmbH & Co. KG in Grünwald. Die GEG bringt das Objekt in ihren Fonds “GEG Public Infrastructure I” ein.

Investment- und Asset-Management bei Gewerbeimmobilien

Die GEG German Estate Group AG ist noch ein junges Unternehmen, kann aber trotzdem auf Immobilien-Erfahrung aufbauen. Sie wurde 2015 gegründet. Anteilseigner sind die TTL Group, eine Münchner Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf den Gewerbeimmobilienmarkt, und KKR & Co. Inc., eine große, börsennotierte Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in New York, die in den Bereichen Private Equity, Infrastruktur und Immobilien investiert.

Die GEG hat ihren Sitz in Frankfurt und konnte in den wenigen Jahren ihrer Geschäftstätigkeit bereits ein ansehnliches Immobilien-Portfolio aufbauen. Dies ist in drei Geschäftsfeldern erfolgt: Institutional Business, Projektentwicklung und Opportunistische Investments (spekulative Investments in Randlagen). Mit dieser dreifachen Ausrichtung ist inzwischen bereits ein breit gestreutes Immobilien-Portfolio zusammen gekommen. Die “Assets under Management” belaufen sich auf rund 3,2 Mrd. Euro. Die Objekte befinden sich in ganz Deutschland. Standorte sind bevorzugt in deutschen Großstädten mit einem boomenden Gewerbeimmobilienmarkt (Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Mainz, München).

Bildquelle: Yusuf Evli

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Allianz X, der Corporate Venture Capital Fonds der Allianz, war schon in den letzten Jahren einer der wenigen international aktiven VC Geldgeber. Namhafte Investments sind etwa American Well, Auto1, N26 oder die amerikanische Digital-Versicherung Lemonade. Mit der jüngsten Kapitalaufstockung erhöht sich das zur Verfügung stehende Kapital auf über eine Milliarde Euro.

Bisheriges Kapital in Höhe von 430 Millionen Euro verbraucht

Wie bereits beschrieben investierte Allianz X während der letzten Jahre in verschiedenste Later Stage Runden von internationalen Startups, bei denen sich direkt oder zumindest gedanklich eine Verbindung zum Versicherungsgeschäft herstellen lässt. Dabei wurden über 430 Millionen Euro vollständig aufgebraucht, weswegen nun eine neue Finanzierungsrunde vonnöten war. Der Schwenk zum Groß-Wagniskapitalgeber erfolgte jedoch während der letzten beiden Jahre. In seiner Anfangsphase war Allianz X als Company Builder gedacht, indem die Ideen junger Unternehmer gefördert werden sollten. So entstand etwa der Autoverkaufsservice Abracar.

Neues Kapital zur Erweiterung des Portfolios

Durch das neue Kapital sollen weitere Investments getätigt werden und das Portfolio weiter ausgebaut werden. Die Allianz zählt damit zu den größten Laterstage Finanziers Europas – und einer der wenigen Venture Capital Fonds die mit den Investmentsummen von Softbanks Vision Fund mithalten können. Allianz X CEO Nazim Cetin kommentiert, dass man das Kapital “…sowohl zur Förderung unseres bestehenden Portfolios, als auch für den Aufbau von starken globalen Plattformen” nutzen werde.

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Picture source: freestocks.org

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