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Fintech-Report 2019: Gründungen, Finanzierungen, Exits, Insolvenzen und Co.

Aktuelle Entwicklungen in der Welt der Fintechs in Deutschland

Das Research-Team von Listenchampion analysiert seit Jahren die deutsche Startup-Szene, mit einem besonderen Blick auf die Fintech-Landschaft. Somit sind wir in der Lage aktuelle Trends aufzuspüren, über die wir regelmäßig berichten. Im Rahmen eines umfassenden Updates unserer Liste der 200 größten deutschen Venture Capital Fonds sowie der 50 wichtigsten VCs aus der Schweiz sind uns wieder einige spannende Entwicklungen aufgefallen, über die wir im Folgenden berichten.

#1: Neugründungen von deutschen Fintechs

Wir stoßen regelmäßig auf Neugründungen, die das Beste aus Technologie und Finanzbranche miteinander verknüpfen möchten. Einigen Fintechs gelingt es sehr schnell, Aufmerksamkeit zu erhalten. Andere sind vergleichsweise schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. Auffallend ist, dass in letzter Zeit immer mehr große Player damit beginnen, eigene Fintech-Gesellschaften zu gründen. Es scheint, als hätten sie die Nachfrage nach innovativen, digitalen Lösungen erkannt. Die Übernahme bestehender Fintechs ist in diesen Fällen allerdings nicht die Lösung der Wahl. Die Allianz steckt angeblich einen zweistelligen Millionenbetrag in den Aufbau einer komplett neuen Finanzplattform. Wie Gründerszene berichtet (hier), soll mit Iconic Finance eine Plattform aufgebaut werden, die verschiedene Lösungen miteinander kombiniert, um umfassende Analysen der Finanzen der Kunden zu ermöglichen. Ebenso spannend sind die jüngsten Vorhaben des einschlägig bekannten Company Builders Finleap aus Berlin. Gemeinsam mit dem chinesischen Versicherer Ping An soll der Versuch unternommen werden, Check24 anzugreifen (Finanz-Szene). Was zunächst unspektakulär klingt ist tatsächlich ein riesiges Vorhaben, denn Check24 dominiert den Markt der Vergleichsportale bislang nach Belieben.

#2: Relevante Finanzierungsrunden in Deutschland

Auch wenn in den letzten Jahren Themen wie Proptech, Digital Health und Deep Tech von immer mehr Venture Capital Fonds Beachtung finden, sind Fintechs nach wie vor interessante Ziele wichtiger Risikokapitalgeber. Die Liste der Finanzierungsrunden in den letzten Wochen und Monaten ist lang, doch einige Deals haben besondere Beachtung verdient. Hierzu gehört natürlich zuallererst die Ausweitung der letzten Finanzierungsrunde von N26 (FAZ). Die Berliner sind nun das wertvollste Startup Deutschlands und verfolgen zielstrebig die Wachstums- und Internationalisierungsstrategie. Interessant ist auch die zweite Finanzierungsrunde innerhalb eines Jahres von Raisin (“Weltsparen”). Im Juli stieg die renommierte Investmentbank Goldman Sachs bei dem deutschen Fintech ein, um insbesondere die internationale Expansion voranzutreiben (Finanz-Szene). Im Juni sammelte außerdem das Hamburger Fintech Exporo weitere 43 Mio. EUR ein (Exporo). Exporo ist führend im Bereich der digitalen Geldanlage in Immobilien und machte zuletzt mit den ersten tokenbasierten Anleihen von sich reden.

#3: Diese Fintechs haben einen Exit hingelegt

Als vor einigen Jahren der Hype um Fintechs aufkam, wurde vielfach die Disruption der gesamten Banken-Branche prophezeit. Fintechs seien in der Lage, deutlich schneller auf Kundenbedürfnisse einzugehen und drängen etablierte Banken in die Defensive – so die Annahme einiger Beobachter. Nach einiger Zeit wurde jedoch schnell klar, dass viele Fintechs vor gewaltigen Herausforderungen stehen, die alleine nicht überwindbar sind. Hierzu gehören insbesondere strenge regulatorische Vorschriften (die PSD2 Richtlinien haben zuletzt immer mehr Startups in die Verzweiflung getrieben), eine sehr kleine Kundenbasis (alteingesessene Banken und die Sparkassen agieren hier in komplett anderen Sphären) und Schwierigkeiten bei der Skalierung (der Aufbau von Risikomanagement, Kundensupport, Internationalisierung und Co. braucht Zeit und Durchhaltevermögen). Statt gegen die traditionellen Banken und Finanzdienstleister ins Feld zu ziehen, haben viele Fintechs damit begonnen, mit diesen zu kooperieren und nur immer spezifischere Teile der Wertschöpfungskette zu bearbeiten. So arbeiten viele Jungunternehmen aus der Finanzbranche ganz bewusst auf einen Verkauf an einen strategischen Investor hin. Das Kalkül dieser Fintechs und der Risikokapitalgeber scheint aufzugehen. In den letzten Monaten wurden einige Exits öffentlich, die andeuten, was hier in Zukunft zu erwarten ist. Einige der interessantesten Übernahmen listen wir im Folgenden auf.

#4: Geräuschlose Insolvenzen deutscher Fintechs

Natürlich sind nicht alle Startups aus der Finanzwelt erfolgreich. Einige Firmen gelingt es nicht, eine ausreichende Kundenbasis zu gewinnen oder kann das Geschäftsmodell nicht wie vorgesehen umsetzen. Wenn Fintechs in die Insolvenz rutschen, nutzten in der Vergangenheit immer wieder etablierte Player die Chance einer Übernahme. Häufig geht es den Käufern nicht um die komplette Firma, sondern um einzelne besonders wertvolle Bestandteile. Das kann eine technische Plattform genauso sein wie der Zugang zu neuen Kundengruppen oder das qualifizierte Team des Startups. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Finanz-App Outbank, die von Verivox übernommen wurde (t3n). Gleiches gilt für Lendstar, das von Epay weitergeführt wird (Handelsblatt) oder Cringle, das nun zur DKB gehört (Handelsblatt). Eine Meldung aus dem Frühjahr 2019 überraschte viele Beobachter der Szene. Im April wurde bekannt, dass Trustbill (Deutsche Bank sowie DZ Bank investierten in das Fintech) insolvent ist (Finance Magazin).

Wir beobachten auch in Zukunft die deutsche Fintech-Szene mit einem wachen Auge. So können wir Sie immer auf dem Laufenden halten und versorgen unsere Leser mit exklusiven Insights. Unsere Erkenntnisse fließen natürlich auch in unsere Datenbank der 200 größten Fintechs in Deutschland ein.

Bildquelle: Sean Pollock via Unsplash (01.07.2022)

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