Slack peilt Börsengang 2019 an – Geldsegen für Andreessen Horowitz, Accel und Co.

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Diese Nachricht hat heute die Finanz- und Wagniskapital-Szene bewegt: der amerikanische Büro-Messenger Slack bereitet seinen diesjährigen Börsengang vor. In einer Pressemitteilung teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco mit, sich bei der amerikanischen Börsenaufsicht für eine öffentliche Listung der Anteile angemeldet zu haben.

Börsengang-Light (aka: DPO): Slack geht den Weg von Spotify

Interessantes Detail an Slacks Börsengang ist, dass das Unternehmen bei dem Börsengang selbst kein Geld einsammelt (wie bei einem Initial Public Offering, kurz IPO üblich), sondern mit einem Direct Public Offering (kurz DPO) den bisherigen Investoren ermöglicht ihre Anteile zu verkaufen. Dabei spart Slack hohe Bankgebühren und schafft trotzdem den Weg an die Börse. Risiken liegen darin, dass die Banken nach dem Listing die Kurse nicht stützen und Anleger ihre Anteile sofort verkaufen können – im schlimmsten Falle drohen dabei Kurseinbrüche und hohe Volatilität. Schon Spotify wagte den DPO-Börsengang. Große Kursschwankungen blieben hier aus. Unterstützt wird Slack bei seinem Börsendebüt von Goldman Sachs, Morgan Stanley, and Allen & Co wie das Manager Magazin berichtete.

“Ungewolltes Investment” wird zu Top-Investment von Andreessen Horowitz

Investoren der ersten Stunde wie Accel und Andreessen Horowitz werden durch Slacks Börsengang ihr Investment vervielfacht haben. Das Startup erhielt 2009 mit einer $1,5M Seed Runde seine erste Finanzierung. Heute ist das von Stewart Butterfield gegründete Unternehmen ein weltbekanntes Tech-Unternehmen mit einer Bewertung von rund sieben Milliarden Dollar. Dabei war die Beteiligung von Top-Wagniskapitalgeber Ben Horowitz nicht wirklich gewollt. Horowitz investierte ursprünglich in Butterfields Startup  “Tiny Speck”, das an einem Onlinespiel arbeitete. Als sich abzeichnete, dass die weitere Entwicklung des Spiels schwierig werden würde, aber noch $6M in der Startup-Kasse waren schlug Butterfield vor, das Geld dafür zu nutzen den internen Messenger des Teams zu einem Produkt auszubauen. Horowitz war sich damals nicht sicher, ob Butterfield die richtige Person dafür sei ein Firmensoftware-Produkt zu entwickeln. Trotzdem ließ Horowitz ihn gewähren. Der Rest ist Geschichte, die wohl mit einem der größten Börsengänge des Jahres weitergehen wird.

Bildquelle: Pankaj Patel

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